Gastlichkeit und Brautradition prägen den Günzburger Marktplatz seit Jahrhunderten.
Philipp Röger , für die Stadt Günzburg
- Schwierigkeit-
Der Günzburger Marktplatz war seit dem 15. Jahrhundert das wirtschaftliche Zentrum der Stadt und erlebte durch die Postroute Wien-Paris, die Kaiserin Maria Theresia 1760 durch Günzburg führte, einen enormen Aufschwung. Das erhöhte Verkehrsaufkommen steigerte die Einnahmen an Pflasterzoll und ließ die Nachfrage nach Einkehrmöglichkeiten und Übernachtungen wachsen.
1796 zählte der Marktplatz 19 Wirtshäuser, von denen 14 eine eigene Brauerei betrieben. Farbenfrohe Wappenschilder an den Hausfassaden erinnern heute an diese Zeit und weisen auf die ehemaligen und teils noch bestehenden Gasthäuser und Brauereien hin – ein Stück lebendige Geschichte, das die Gastlichkeit Günzburgs bis heute prägt.
Marktplatz 3: "Zum Pflug" 1616 als Brauerei genannt; hier verkehrten hauptsächlich Ackerbauern und Klosterherren; Neubau 1961.
Marktplatz 7: "Zum Blumenstock" 1811 beim Bau der Oberen Apotheke abgebrochen; Stammlokal der Weißbäcker, Töpfer und Schäffler.
Marktplatz 9: "Drei König" Seit 1610 Brauerei; später Essig- und Branntweinherstellung; Fuhrleute und Boten kehrten hier ein. Haustüre von 1793 im Heimatmuseum.
Marktplatz 10: "Zum Rößle" 1609 als Brauerei genannt; Treffpunkt der größeren Bauern; 1945 zersört; Neubau.
Marktplatz 11: " Zum Kreuz" 1609/10 als Gasthaus genannt; Lokal der Schreiner, Pfarrer; Ärzte, Apotheker und Wachszieher; Veranstaltungsort festlicher Hochzeiten.
Marktplatz 15: "Zum Hecht" 1717 als Brauerei erwähnt; Treffpunkt der Fischer, Tuchmacher und Loder.
Marktplatz 18: "Gelbglocke" 1675 als Brauerei genannt; Lokal der Jäger, Weber, Garnsieder, Färber und Bleicher und der städtischen Musiker; seit 1818 "Zum Hirsch".
Marktplatz 19: "Zum Engel" Brauerei und Wirtschaft seit dem Jahre 1616; Sitz der Bäcker- und Müllerzunft.
Marktplatz 20: "Zum Bären" Seit 1729 nachgewiesen, ab 1765 auch Ausschank von Wein; Lokal der Kaufleute; Neubau als Bankgebäude 1966.
Marktplatz 22: "Goldene Traube" Seit 1652 Gasthof und Brauerei mit Branntwein-Stube, später auch Weinausschank; Zunftlokal der Uhrmacher und Maler.
Marktplatz 24: "Zur Krone" Seit 1598 Gaststätte, Brauerei und Beamten, Kaufleute und Offiziere; Kaiser Joseph II. und der bay. König Max I. Joseph übernachteten hier.
Marktplatz 25: "Schwarzer Adler" Seit 1586 nachgewiesen; Zunftlokal der Maurer und Zimmerer; später mit der dahinter liegenden Brauerei "Münz" vereint; Lokal der Beamten und Meister der vorderösterr. Münze.
Marktplatz 25: "Blaue Ente" Brauerei seit 1671; Lokal der Goldschmiede, Zinngießer, Beinringler, Gürtler und Spengler; seit 1860 zur "Münz" gehörend.
Marktplatz 26: "Dreigläserwirtschaft" Ausschank von Bier, Wein und Branntwein; seit 1661 Gasthaus; 1816 bis 1854 Postexpedition; Lokal der Sattler, Seifensieder und Kerzenzieher.
Marktplatz 27: "Zur Kanne" Seit dem 17. Jahrhundert Braustatt und Wirtschaft; Zunftlokal der Schuhmacher und Gerber.
Marktplatz 31: "Gelbe Ente" Brau-, Branntweinbrenn- und Schankgerechtigkeit seit 1610; Zunftlokal der Schneider; Neubau 1973/74.
Marktplatz 32: "Zur Sonne" Seit 1597 Gasthaus, 1760 bis 1810 Posthalterei; 1803 übernachtete hier der schwedische König Gustav IV.
Marktplatz 40: "Zum Rad" 1590 als Wirtschaft genannt, Weiß- und Braunbierbrauerei; Zunftlokal der Wagner und Hufschmiede.
Marktplatz 42: "Zum Stern" Vor 1765 "Zur Rose"; 1681 wird der "Rosenwirt" genannt; seit 1776 Brauerei; Treffpunkt der Boten; Wirtshausschild im Heimatmuseum.
Philipp Röger, für die Stadt Günzburg
Philipp Röger , für die Stadt Günzburg
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