Der Bereich des Oberegger Stausees gilt als regelrechtes Vogelparadies. Zudem hat der Weiher eine bewegte Geschichte. Unsere rund zwölf Kilometer lange Wanderung dorthin beginnt am Krumbacher Waldsportplatz.
- Strecke11,80 km
- Dauer3:01 h
- Aufstieg91 Hm
- Abstieg83 Hm
- Schwierigkeit-
Der Rundweg führt über den Trimm-Dich-Pfad und die anliegenden Dörfer Deisenhausen und Nordhofen zum Oberegger Stausee. Dort kann man eine Pause einlegen, um die Natur zu genießen, bevor es wieder an Deisenhausen vorhei Deisenhausen zurück zum Ausgangspunkt geht.
Hier ein kurzer Blick auf einige Höhepunkte unterwegs:
Trimm-Dich-Pfad: Wie sportlich sind Sie? Dies können Sie an den verschiedenen Stationen des Trimm-Dich-Pfads herausfinden. Dort können Sie in diversen Übungen mit Geräten ihre Fitness testen.
Kapelle St. Leonhard (Nordhofen): Besonders sehenswert machen diese Kapelle Malereien aus dem 18. Jahrhundert sowie einige Figuren. Die Kapelle wurde bereits 1747 errichtet.
Oberegger Stausee: Der Bereich des Stausees ist seit 1987 Naturschutzgebiet. Errichtet wurde er seit 1939 unter anderem durch den Einsatz von Kriegsgefangenen. .
Pfarrkirche St. Stephan Deisenhausen: Die Pfarrkirche wurde 1767 erbaut und gilt bis heute als Juwel des mittelschwäbischen Rokoko. Sie ist auf jeden Fall einen Besuch wert.
Wir starten am Parkplatz des Waldsportplatzes. Von hier aus in Richtung des Trimm-Dich-Pfade, wo sich ein kleiner Brunnen befindet, an dem Trinkwasser abgefüllt werden kann.
Wir folgen dem Weg in den Wald hinein bis zu den Tennisplätzen. Auf deren Höhe rechts. Am Ende des Weges links und dem Feldweg folgen. Dann bei der nächsten Gelegenheit wieder nach rechts ab. Wir folgen dem Weg zur Hauptstraße an einem alten verlassenen Bauernhof vorbei.
Dies ist der Egathof. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gelände im Bereich des Hofs vorübergehend als Segelflugplatz genutzt. Nicht weit entfernt ist die Nothelfer-Kapelle (1880) mit einer sehenswerten Malerei des Unterbleicher Nazarener-Künstlers Johann Baptist Dollenbacher. Am Hang vor der Kapelle befindet sich eine Sitzbank. Von dort ist der Ausblick ins Günztal ausgesprochen reizvoll.
Die Straße Deisenhausen-Krumbach muss überquert werden. Weiter auf dem Weg, dann links und kurz darauf wieder rechts. Danach kommt man an eine Kreuzung, auf der man geradeaus geht, um dann bei der nächsten Gelegenheit in einer Senke links in einen Grasweg einzubiegen. Jetzt führt die Tour direkt in Richtung Deisenhausen.
Wer möchte, kann bereits jetzt bei einem Abstecher die Pfarrkirche St. Stephan besichtigen (wir gelangen aber auch beim Weg zurück nach Krumbach zur Kirche). St. Stephan wurde 1767 unter der Regie des bekannten Baumeisters Joseph Dossenberger vollendet. Die Malereien gestaltete der Donauwörther Maler Johann Baptist Enderle.
Unser Wanderweg führt, nachdem wir Deisenhausen erreicht haben, an der ersten Kreuzung rechts und am Ende dieser Straße links weiter, nachdem die Straße zu einem Feldweg geworden ist. Danach folgt eine scharfe Rechtskurve und dann immer weiter geradeaus Richtung Nordhofen.
Am Ende des Weges links und dem Weg folgend durch Nordhofen hindurch. Am Ende des Dorfes gibt es die Möglichkeit, entweder links zu einer Einkehrmöglichkeit zu gelangen oder rechts einen kleinen Anstieg nach oben zu gehen, um zur Kapelle St. Leonhard (1747) zu gelangen.
Dann weiterhin geradeaus auf dem Weg bis zur Straß. Ihr folgen wir ein kurzes Stück, schließlich links auf einen Weg. Nach einer Rechtskurve links Richtung Oberegger Stausee.
Der Oberegger Stausee ist heute vielen bekannt als wertvoller Siedlungsraum für Wasservögel, er ist seit 1987 Naturschutzgebiet. Viele ahnen nicht, dass seine Geschichte im Zweiten Weltkrieg (1939 bis 1945) beginnt. Der Beginn des Stauseebaus und eines Kraftwerks südlich von Oberegg war im Jahr 1939. Rund 70 bis 80 französische Gefangene waren im Einsatz, später sowjetische Gefangene (informative Schautafeln gibt es im Süden des Weihers). Bis etwa 1970 war der See ein beliebtes Badegewässer, das kleine Häuslein am Westufer des Weihers wurde damals von der Wasserwacht genutzt.
Aufgrund nachlassender Wasserqualität (Verschlammung) wurde die Nutzung zunehmend eingestellt. Es folgte viele Jahre später die Ausweisung als Naturschutzgebiet.
Wer möchte, kann am Stausee nach rechts abbiegen und einmal um den kompletten Stausee herumlaufen, ansonsten geht es links weiter nach Süden Richtung Deisenhausen. Am Wegesrand befindet sich ein Pavillon mit den bereits erwähnten Infotafeln zum Stausee. Wir schwenken dann auf den Weg entlang der Günz ein. Deisenhausen ist bald erreicht.
An der Brücke die Straße überqueren und hinein nach Deisenhausen. An der bereits beschriebenen Pfarrkirche St. Stephan nach Süden Richtung Nattenhausen. Kurz vor dem Ortsbeginn von Nattenhausen links und und nach Osten Richtung Krumbach. Auf der Höhe ist bald der uns ja schon gut bekannte Bereich des Trimm-Dich-Pfads erreicht. Von dort ist es zum Waldsportplatz, dem Ausgangspunkt der Tour, nur noch ein "Katzensprung".
Anfahrt
Krumbach ist unter anderem über die Bundesstraßen B 16 und B 300 gut erreichbar. Den Waldsportplatz erreicht man gut, wenn man beispielsweise von der Straße Krumbach-Nattenhausen rechts Richtung Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten abbiegt. Dann links den Berg hinauf zum Sportplatz.
Parken
Am Ausgangs- bzw. Endpunkt befinden sich ausreichend große Parkmöglichkeiten.
Öffentliche Verkehrsmittel
Krumbach ist durch die Busverbindungen zwischen Augsburg, Krumbach und Memmingen gut erreichbar. Zudem ist Krumbach Haltepunkt der Mittelschwabenbahn Günzburg-Mindelheim.
Die Wege sind insgesamt in gutem Zustand und gut begehbar.
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