Auf dieser Wanderung gibt es faszinierende Einblicke in die Geschichte der Krumbacher und Niederraunauer Kirchen, Kapellen und Schlösser.
- Strecke8,37 km
- Dauer2:10 h
- Aufstieg73 Hm
- Abstieg63 Hm
- Schwierigkeit-
Der Rundgang beginnt in Krumbach am Marktplatz und führt durch die Krumbacher Innenstadt und weiter in den Krumbacher Ortsteil Niederraunau. Während des Rundgangs können Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise die Krumbacher Kirche St. Michael oder die Niederraunauer Kirche Heiligste Dreifaltigkeit besichtigt werden.
Hier eine erste Übersicht: Pfarrkirche Sankt Michael: St. Michael (1751/53) ist eine bedeutende katholische Pfarrkirche in Krumbach. Die Rokoko-Kirche beeindruckt durch ihre Fresken, Ölgemälde und Schnitzereien. Wie bei vielen kirchlichen Gebäuden ist es ratsam, sich vorher über die Öffnungszeiten zu informieren.
Krumbacher Schloss, markanter Renaissancebau (1530/35).
Mühlkapelle: Die Mühlkapelle wurde 1830 im barocken Stil errichtet.
Hürbener Wasserschloss: Das Hürbener Wasserschloss ist eines der ältesten Gebäude in der Region. 1478 wurde das Gebäude in der damaligen Gemeinde Hürben errichtet, die im Jahr 1902 mit Krumbach vereinigt wurde. Ursprünglich wurde es als dreigeschossiges, gotisches Weiherhaus mit Zugbrücke in einem Teich erbaut.
Synagoge: Die Ursprünge der von den Nazis zerstörten Synagoge reichen bis 1675 zurück. 1819 gab es nach den Plänen von Johann N. Salzgeber aus Buch einen Neubau. An die Synagoge erinnert ein 2004/2014 vom Krumbacher Heimatverein errichtetes Denkmal.
Niederraunauer Schloss: Das Schloss ist ein 1727/33 erbauter dreigeschossiger Walmdachbau in Niederraunau.
Pfarrkirche Heiligste Dreifaltigkeit Niederraunau: Diese befindet sich unmittelbar neben dem Schloss Niederraunau und wurde 1627/29 ausgebaut.
Ecce-Homo-Kapelle: Die Niederraunauer Kapelle wurde 1780 erbaut. Die Ursprünge reichen bis 1727/28 zurück.
Unser Rundgang beginnt am Marktplatz, wo das historische Rathaus (1679 unter Bürgermeister Melchior Steichele errichtet) entdeckt werden kann..
Von dort aus die Kirchenstraße entlang, bis die Kirche St. Michael zu sehen ist. Sie wurde 1751/53 erbaut, maßgebender Baumeister war Johann Martin Kraemer aus Edelstetten (Sohn von Simpert Kraemer). Bekannt ist die Kirche auch durch die Malereien des Weißenhorner Künstlers Franz Martin Kuen.
Von St. Michael weiter durch den Stadtgarten. Wir blicken auf das Krumbacher Schloss. Es ist ein dreigeschossiger Renaissancebau, der zwischen 1530 und 1535 errichtet wurde. Das Schloss hat eine wechselvolle Geschichte als wichtiges Verwaltungsgebäude in der Habsburger-Zeit (bis 1806), Gerichtssitz, Krumbacher Landratsamt (bis zur Gebietsreform 1972) und Bildungsstätte durchlebt. Heute ist dort die Fachakademie für Sozialpädagogik (Erzieherausbildung) untergebracht.
Aus dem Stadtgarten weiter über eine Brücke zur Mühlkapelle.
Dann weiter auf der Mühlstraße Richtung Karl-Mantel-Straße. Links weiter zum Hürbener Wasserschloss (1478). Hier gibt es auch eine Reihe von Restaurants.
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Nächster Halt ist am Gasthof Munding. Dafür folgt man der Karl-Mantel-Straße. Die Straße ist nach Karl Mantel (1869 bis 1929) benannt. Er war um 1900 ein hoher Beamter in Krumbach und hat maßgeblich die Vereinigung zwischen Krumbach und Hürben (1902) auf den Weg gebracht. Dann rechts in die Heinrich-Sinz-Straße. An dieser Stelle noch ein Blick auf das Leben von Heinrich Sinz: Der gebürtige Hürbener und Ichenhauser Pfarrer (1871 bis 1951) hat 1940 eine Ortschronik über Krumbach verfasst. Von der Heinrich-Sinz-Straße ist rechts einbiegend rasch das Synagogendenkmal erreicht. Hier gibt es wie an vielen anderen Krumbacher Orten erklärende Tafeln, die durch den Heimatverein und die Stadt aufgestellt wurden. Schließlich weiter auf der Heinrich-Sinz-Straße zur Burgauer Straße und rechts.
Wir passieren den Gasthof Munding, an der Kreuzung zum Lexenrieder Weg links in diesen hinein. Nun auf dem Lexenrieder Weg geradeaus, dann die dritte Einmündung nach rechts und in die Pfarrer-Sing-Straße. Weiter links hinauf in die Mozartstraße, Richtung Wald. Am Ortsrand rechts bis zu einer Gabelung. Hier rechts und in südöstliche Richtung den Berg hinauf durch den Wald. Am Waldrand rechts, dann links und vorbei am ehemaligen Gasthof Josefslust (1790). Am Hang östlich des Weges befindet sich der Platz, auf dem während des Zweiten Weltkriegs (1939 bis 1945) Mitglieder der Hitlerjugend an einfachen Segelflugapparaten ausgebildet wurden.
Irgendwann wird das schöne Niederraunau erblickt. Weiter auf dem Kellerweg nach Niederraunau bis zur Mindelzeller Straße. Nach rechts auf die Mindelzeller Straße und dann links in die Allgäuer Straße. Schließlich die erste rechts und darauf die erste links bis zum St.-Gabriel-Kindergarten und einem Brunnen. Gegenüber befindet
sich das Niederraunauer Schloss. Das Adelsgeschlecht Freyberg prägte Niederraunau rund 400 Jahre lang (1477 bis 1850). Unter Joseph Franz Eustach von Freyberg wurde ab 1727 das Schloss errichtet und 1733 fertiggestellt. Heute ist das Schloss ein privates Wohngebäude.
Daneben befindet sich die Pfarrkirche Heiligste Dreifaltigkeit. Von 1627 bis 1629 wurde das heutige Langhaus neu errichtet. Danach (das Niederraunauer Schloss und die Kirche zur rechten) in der Pfarrgasse geradeaus, rechts in die Raiffeisenstraße. Links kommt die Ecce-Homo-Kapelle (1780, Ursprünge 1727/28) in Sicht.
Dann auf Höhe der Kapelle rechts in die Straße "An der Bahn" einbiegen. Danach links und wieder rechts auf die Trasse Richtung Krumbach. Die Bahnlinie liegt jetzt rechts von uns. Die Bahnlinie können wir nach rund 500 Metern Richtung Osten überqueren und dann ein kurzes Stück entlang der Kreisstraße GZ 7 zurück Richtung Krumbach gehen. Rechts am Wegesrand passieren wir den Kreislehrgarten, der faszinierende Einblicke in die Vielfalt der heimischen Pflanzenwelt gibt.
Eine Alternative für unseren Rückweg nach Krumbach: Nach der Querung der Bahnlinie weiter nach Osten Richtung Lohmühle, dann links Richtung Krumbacher Innenstadt.
Die schönste Alternative ist es, der Beschilderung des Kammeltal-Radwegs zu folgen. Dieser führt Richtung Krumbächle und weiter nach Krumbach. Wer nach links hinauf zum Mühlberg blickt, entdeckt am Hang die von der Niederraunauer Holzschnitzerin Elisabeth Merk gestaltete Grotte (ein Abstecher wert). Am Krumbächle befindet sich ein reizvolles Kneipp-Becken. Dann weiter nach Norden in Richtung Krumbacher Innenstadt, wo wir unseren Rundgang abschließen können.
Anfahrt
Im Bereich Krumbach kreuzen sich die Bundesstraßen B 16 und B 300. Zudem ist Krumbach auch über die Bahnlinie Günzburg-Mindelheim erreichbar.
Parken
Als Parkmöglichkeit am Startpunkt bietet sich der Parkplatz am Gesundheitsweg neben dem Ärztehaus an.
Öffentliche Verkehrsmittel
Wie bereits erwähnt liegt Krumbach an der Mittelschwabenbahn Günzburg-Mindelheim. Zudem ist der Ort auch über die Buslinie Augsburg-Krumbach und eine Busverbindung von Memmingen erreichbar
Nicht geeignet für Rollstuhlfahrer oder Kinderwagen!
Georg Drexel
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