UNESCO Global Geopark Ries und seine Hot-Spots

08.05.2026
Paar mit Ausblick in den Geopark Ries und seine Geotope
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D. Denger

Vor 15 Millionen Jahren veränderte ein gewaltiger Meteoriteneinschlag die Landschaft im Norden Bayerns grundlegend. Aus einem gewaltigen Wumms entstand eine Region, die Erdgeschichte durch Suevit bis heute sichtbar macht. Es ist ein seltenes Gestein, das ausschließlich durch den Einschlag eines Meteoriten entsteht. Der Nationale Geopark Ries bringt genau das zusammen: das geologische Erbe, seine vielfältige Natur, kulturelles Erleben und internationale Forschung – sogar die NASA war schon hier. All das wird seit 20 Jahren für alle zugänglich gemacht. Mach dich auf den Weg und erlebe den Krater hautnah

Die Highlights im Geopark Ries

Ries-Panoramaweg

Du willst den Krater wirklich verstehen? Dann geh ein Stück mit ihm. Am besten einmal ganz herum. Der Ries-Panoramaweg führt auf rund 128 Kilometern entlang des Einschlagrands – mit weiten Blicken über das Becken, durch Wälder, über Felder und immer wieder hin zu den Orten im Ries. Die Strecke ist in sieben Etappen gegliedert, keine länger als 21 Kilometer.

Hexenfelsen, Schwedenweg, Ipf

Drei mystische Spots: Der Nördlinger Hexenfelsen ist ein Naturdenkmal, das seit jeher Geschichten erzählt. Hier wird an die Hexenverfolgungen im 16. Jahrhundert erinnert. Nicht weit entfernt führt der Schwedenweg vorbei, benannt nach dem Dreißigjährigen Krieg. Und dann ist da noch der Berg Ipf als stiller Wächter des Rieses. Er ist bedeutend für seine keltischen Befestigungsanlagen.

Rieskrater-Museum 

Das Ereignis verstehen: Im Rieskrater-Museum erlebst du Geschichte zum Anfassen. In einem Gebäude aus dem 15. Jahrhundert wird der Meteoritenknall greifbar. Von den planetaren Ursprüngen bis zu den Spuren, die der Einschlag hinterlassen hat. Meteoriten, Fossilien und sogar ein Stück Mondgestein holen das Thema nah heran. Mit tollen multimedialen Stationen. 

Geopark-Führungen

Ob zu Fuß, per Rad, mit dem Auto oder Bus, in großen oder kleinen Gruppen: In unterhaltsamen offenen oder buchbaren Führungen bringen dich zertifizierte Geoparkführer zu den wichtigsten Orten des UNESCO Global Geopark Ries. Die Themen gehen von den Römern im Ries über eine Schatzsuche am Goldberg bis zum Erlebnis-Geotop Lindle  am Tag der Asteroiden. 

Rieskrater-Lauschtour

Lass dich einmal in diese Zeit zurückbeamen: Auf einer kostenlosen Lauschtour kannst du per Smartphone alle wichtigen Punkte auf eigene Faust erkunden. Sie ist knappe 40 Kilometer lang und per Auto oder Fahrrad machbar. Los geht’s am Rieskratermuseum über den Wallersteiner Felsen zu den Steinbrüchen Wengenhausen und Altenbürg bis zur Villa Rustica und den Ofnethöhlen. 

Vorträge 2026

Das Jahr 2026 steht ganz im Zeichen eines besonderen Jubiläums: Wir feiern 20 Jahre Nationaler Geopark Ries. Seit zwei Jahrzehnten bewahrt der Geopark das internationale Erbe des Rieskraters und verbindet Erdgeschichte mit moderner Forschung. Er ist außerdem der Vorraussetzung für die spätere Auszeichnung zum UNESCO Global Geopark.

Spannende Vorträge und Veranstaltungen begleiten das Jubiläumsjahr. Wenn du dich also fragst: Was genau ist die Bedeutung des Ries’ für die Weltraumforschung? Prof. Dr. Harald Hiesiger (Uni Münster) erklärt dies am 11. Juni in der Schranne in Bopfingen. Und am 20. Oktober nimmt sich Prof. i.R. Dr. Richard Höfling in Donauwörth dieses Thema zu Herzen: Die Ries-Katastrophe – ein kosmisches Ereignis. Weitere Vorträge zu aktueller Forschung und geologischen Besonderheiten findest du auf der Geopark-Webseite.

Genuss aus dem Donauries

Im Donauries schmeckt man die Region: Die Initiative „Geopark Ries kulinarisch“ verbindet Gastronomen und Erzeuger, die das Beste der Kraterlandschaft auf den Teller bringen, so greift etwas der Krater Gin von der Meteoriten Destille die Geologie der Region auf. Die heimische Rieser Küchen schmeckt, dass zeigt sich auch bei der Klassiker wie der Nördlinger Stabenwurst und Bauerntorte. Als ausgezeichneter bayerischer Genussort zeigt Nördlingen, wie Naturschutz und regionaler Genuss perfekt harmonieren.

 

 

Gruppe macht Geoparkführung am Adlersberg bei Nördlingen
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D. Denger

Familie auf der Aussichtsplattform Erlebnis-Geotop Lindle
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D. Denger

Blick vom Riegelberg zum Ipf
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D. Denger

Erlebnis-Geotop Lindle im Donauries
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D. Denger

Infostelle Geopark Ries in Kirchheim
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D. Denger

Familie am Hexenfelsen in Nördlingen
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D. Denger

Kinder erleben Infozentrum in Nördlingen
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M. Kleebauer

Hinweisschild zum Schwedenweg am Albuch
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D. Denger

Stabenwurst aus dem Ries
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TVABS, Jungle GmbH, Andi Mayr

Metoriten Destillerie im Geopark Ries
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Markus Wolf Fotografie

Autorin Bernadette Buhl von der Agentur textplizit
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Bernadette Buhl

Blog-Redakteurin

Bernadette Buhl

Ich bin freiberufliche Redakteurin und Bloggerin aus Augsburg (www.textplizit.de) und an Bayerisch-Schwaben hängt mein ganzes Herz. Mit dem Rad unsere wunderbar vielfältige Region zu erkunden, ist für mich Bereicherung und Erfüllung zugleich. Mich zieht es häufig in den Naturpark Westliche Wälder und an die vielen naturbelassenen Gewässer, die wohltuende Kraftorte für mich sind.

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