Krumbach, Markt Wald, Kirchsiebnach, Wertach, Schwabmünchen Waldberg Hellersberg: Die Runde führt quer durch die Landschaft der "Stauden". Zu Gast sind wir bei der Bistumsheiligen Radegundis in Waldberg, sozusagen "auf einen Kaffee".
- Strecke100,81 km
- Dauer26:12 h
- Aufstieg959 Hm
- Abstieg958 Hm
- Schwierigkeit-
Die Fahrt ist ein "Rennradklassiker" in den "Stauden". Diese werden zwischen Krumbach und Schwabmünchen zweimal überquert. Es lohnt sich, einen Blick auf die Lebensgeschichte der Bistumsheiligen Radegundis (ca. 1270 bis 1300) zu werfen. Die "Stauden" sind ein welliges Terrain mit vielen Anstiegen. Rennradlerinnen und Radler sollten eine gute Fitness mitbringen. Als Alternative ist die Fahrt aber auch entspannter, mit einem E-Bike, möglich. Für die Mühen werden wir mit schönen Weit- und Tiefblicken in einer malerischen, oft einsamen Landschaft entschädigt. 101 Kilometer, rund 1100 Höhenmeter: Für die Rennradrunde ist eine gute Fitness erforderlich. Aber inzwischen gibt es ja auch die Möglichkeit, eine solche Strecke ganz entspannt mit einem E-Bike zu radeln.
"Auf einen Kaffee mit der heiligen Radegundis": Mit einer besonderen Aktion macht in Waldberg der Pfarrgemeinderat auf die Bistumsheilige (Diözesanheilige) aufmerksam. Waldberg und die Kirche Heilige Dreifaltigkeit und St. Radegundis, in der sich die Gebeine von Radegundis (ca. 1270 bis 1300) befinden, sind eine bedeutende Station bei unserer Fahrt von Krumbach quer durch die schöne Landschaft mit dem ungewöhnlichen Namen "Stauden".
Die Fahrt führt uns von Krumbach über Kirchheim, Eppishausen (geografischer Mittelpunkt Schwabens), Markt Wald und vorbei an der Wallfahrtskirche Kirchsiebnach bis vor Schwabmünchen und ins Wertachtal (rund 400 Meter sind auf einer relativ guten nicht asphaltierten Piste zurückzulegen). Über Reinhardshofen und Reinhardshausen schwenken wir dann zurück nach Westen. Auf dem Rückweg nach Krumbach lohnt sich ein Halt in der Kirche Zur Heiligen Dreifaltigkeit (1817). Dort befinden sich die Gebeine von Radegundis, die als "Wolfsheilige" verehrt wird. Sie war im 13. Jahrhundert Magd auf dem Fuggerschloss Wellenburg. Sie pflegte mit großem Einsatz Aussätzige. Als sie sich wieder einmal auf den Weg zu ihnen machte, wurde sie von Wölfen angegriffen und starb.
Im 19. Jahrhundert wurden die Gebeine der über viele Jahrhunderte als "Volksheilige" Verehrten von Wellenburg nach Waldberg gebracht, um die dortige Wallfahrt zu beleben. 1981 wurde Radegundis vom Augsburger Domkapitel zur Diözesanheiligen (Bistumsheiligen) erhoben. Eine formelle Seligsprechung oder Heiligsprechung durch Rom gab es nicht, doch die Verehrung der "Volksheiligen" ist groß. Jährlich findet in Waldberg am vierten Sonntag nach Pfingsten das Radegundisfest statt. Mit vielen Aktionen macht die Pfarrgemeinde auf Radegundis aufmerksam, auch mit einem Kaffeetrinken. Wenn wir bei unserer Rennradrunde etwas Kaffee dabei haben kann die Fahrt ganz unabhängig von den Aktionen des Pfarrgemeinderats zu einem besonderen "Kaffee mit Radegundis" werden.
Bei unserer Rennradrunde sind wir auf vielen einsamen Wegen durch die Stauden unterwegs. Steckenlänge (101 Kilometer) und Höhenmeter (rund 1100) sind nicht zu unterschätzen. Doch mit einer guten Radelfitness wird die Fahrt zu einer richtigen Genusstour durch eine malerische Landschaft. Über Hellersberg (schöne Aussicht Richtung Schloss Seyfriedsberg und Wallfahrtskirche Maria Vesperbild), Burg und Mindelzell erreichen wir dann wieder den Ausgangspunkt Krumbach.
Anfahrt
In Krumbach kreuzen sich die Bundesstraßen B 300 und B 16.
Parken
Im Krumbacher Süden ist dies am Straßenrand in der Regel problemlos möglich.
Öffentliche Verkehrsmittel
In Krumbach halten die Mittelschwabenbahn. Zudem ist die Stadt wichtige Station für die Busverbindungen auf der B 300.
Zur kalten Jahreszeit kann es in diversen Waldpassagen glatt werden. Da ist Vorsicht geboten.
