Tag des offenen Denkmals - Ehemaliger Zehentstadel in Großaitingen
Gemeinde Großaitingen
Der ehemalige Zehentstadel wurde im Jahr 1548 errichtet und war seinerzeit mit einer Länge von 23,50 Metern, einer Breite von 13,36 Metern und einer Höhe von 13,53 Metern nicht nur das das größte Gebäude, sondern auch eines der ältesten, schwäbischen Scheunen der Gemeinde. Charakteristisch waren die acht Dachgauben, die dem Stadel sein typisches Aussehen verliehen. Sie dienten zur Belüftung der Getreideböden. Im Jahr 1648 wurde der Stadel zerstört und 1650 vom bischöflichen Administrator Johann Rudolph von Rechberg und Hohenrechberg wieder aufgebaut. Dem Stadel drohte 1977 der Abbruch. Um das Gebäude auch für nachfolgende Generationen zu erhalten, erhielt der Zehentstadel 440 Jahre nach seiner Errichtung eine neue Funktion und wurde in kirchliche Räume für die evangelische Gemeinde umgebaut. Die Kosten dazu beliefen sich auf eine Million Mark. Den Namen Dietrich-Bonhoeffer-Kirche haben Gottesdienstbesucherinnen und -besucher unter verschiedenen Vorschlägen durch Abstimmen mit großer Mehrheit ausgewählt. Am Tag des offenen Denkmals findet im ehemaligen Zehentstadel um 10.30 Uhr ein Gottesdienst statt, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Anschließend werden von 11.30 Uhr bis 17 Uhr regelmäßig Führungen durch das Gebäude angeboten.
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