Stadttor

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Peter Wieser

Das Stadttor, Wahrzeichen der Stadt Burgau erstand in der heutigen Form im Jahre 1614. Im Volksmund wurde es auch der Blockhausturm genannt, weil er den Block barg, in welchen Übeltäter zur Bestrafung gespannt wurden. Heute ist der mächtige Blockhausturm das letzte verbliebene Stadttor von Burgau. Seine Geschichte ist von baulichen Herausforderungen und einer bewegten Vergangenheit geprägt.

Baugeschichte und Architektur: Nachdem das ursprüngliche Haustor baufällig geworden war, beschloss der Stadtrat den Bau eines neuen, schmucken Torturms.

  • Der erste Versuch (1610): Der geplante Bau erwies sich jedoch als Fehlkonstruktion und musste durch die Bürgerschaft wieder abgerissen werden.

  • Der Neubau (1614): Unter der Leitung des Baumeisters Antonio Serro wurde 1614 schließlich der heutige Turm errichtet.

Namensgebung und historische Nutzung: Der Name „Blockhausturm“ stammt aus dem Volksmund. Er erhielt diese Bezeichnung, weil im Turm der sogenannte „Block“ aufbewahrt wurde, in den Übeltäter zur Bestrafung eingespannt wurden. Dieser Block bestand aus zwei aufeinanderliegenden Balken mit Auskerbungen, in die die Beine und Hände der Straftäter gesteckt wurden. Darüber hinaus diente der Turm als Aufbewahrungsort für weitere Folterwerkzeuge.

Der Turm heute: Im 19. und 20. Jahrhundert war der Blockhausturm über 130 Jahre lang bewohnt. Heute kann das historische Gebäude im Rahmen von Führungen des Historischen Vereins Burgau Stadt und Land e.V. besichtigt werden.

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