Die Ausstellung lädt dazu ein, den Spuren von Liebe, Strategie und Lebenswirklichkeit nachzugehen – zwischen Hof und Bauernstube, zwischen Pflicht und Gefühl.
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Heiraten war selten nur eine Herzenssache – besonders, wenn es um Macht, Einfluss und Besitz ging. Die Habsburger perfektionierten über Jahrhunderte jene „Heiratspolitik“, die ihr Reich zusammenhielt und Grenzen verschob, ohne ein Schwert zu ziehen. „Bella gerant alii, tu felix Austria nube“ – „Mögen andere Kriege führen, du, glückliches Österreich, heirate“ –, lautete das berühmte Motto, das zugleich Segen und Fluch war.
Denn was auf politischer Bühne wie eine Erfolgsgeschichte klang, bedeutete im Privaten oft Pflicht statt Liebe. Auch die Ehe von Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Joseph begann als dynastische Verbindung – sie sollte das Herrscherhaus festigen. Doch die romantische Jugendliebe Elisabeths zerbrach bald an strengen Hofregeln, Erwartungen und Entfremdung. Zwischen Glanz und Einsamkeit spiegelte sich in dieser Beziehung das Schicksal vieler Fürstenehen wider.
Aber nicht nur im Kaiserhaus war die Ehe ein Schlüssel gesellschaftlicher Ordnung. Auf dem Land entschied sie über den Fortbestand von Höfen, Besitz und Namen. Heiratsvermittler, Brautwerbung, Mitgift und wirtschaftliche Überlegungen spielten eine ebenso große Rolle wie Gefühle. Feste, Bräuche und Hochzeitsdarstellungen in Bildern, Textilien und Objekten erzählen von Hoffnungen, Verpflichtungen – und manchmal auch von illusorischen Träumen.
Sisi - Leben, Tod & Mythos
Die Dauerausstellung im 1. Obergeschoss bietet durch eine multimediale Inszenierung facettenreiche Einblicke in Elisabeths Leben von der Kindheit bis zum Tod und geht der Frage nach, wie der Mythos „Sisi“ entstand. Die Besucher erleben Sisis unbeschwerte Kindheit, auf die die Zwänge des Wiener Hofes folgten. Ein Raum widmet sich Elisabeths Schönheitskult. Ein “magischer Spiegel” gibt Geheimnisse der Kaiserin preis. Dafür genügt es, die Bürste oder den Handspiegel am Schminktisch zu berühren. Auch dem Thema Reisen ist ein eigener Raum gewidmet. An einem interaktiven Kartentisch können Besucher die Reisen von Kaiserin Elisabeth nachvollziehen. Im letzten Raum schließlich dreht sich alles um ihren tragischen Tod, der Sisi bald unsterblich machte. In den sieben Räumen können die Besucher zum Teil selbst aktiv werden, Informationen abfragen und Hör- und Duftstationen nutzen. Auch Nachbildungen von Kleidern der Kaiserin, gekonnt in Szene gesetzt, sind zu sehen.
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