Von Augsburg in die Niederlande: Hein Kohn (1907 – 1979). Brechtfreund, legendärerExilverleger, Literaturagent und Kulturvermittler
Damian Meier, Regio Augsburg Tourismus GmbH
Hein Kohn, 1907 in Augsburg geboren, Enkel des Tuchmachers Samuel Kohn und Sohn des wohlhabenden Augsburger Kaufmanns und Agenten Eugen Kohn, absolviert
in Augsburg erst eine Lehre in der Textilbranche, bevor er Volontär in der berühmten Augsburger Buchhandlung Lampart & Comp wird. Dort lernt er Bert Brecht kennen, dem er
immer wieder Bücher ausleiht. An der Buchhändlerschule in Leipzig wird Kohn politisch aktiv. Am 5. Mai 1933 – fünf Tage vor der Bücherverbrennung – flüchtet er ins Exil nach Hilversum zu seinem Augsburger Freund Paul Baumgärtner. In Hilversum arbeitet Kohn für den sozialistischen Arbeiterrundfunk VARA. Mit dem gleichfalls nach Hilversum geflüchteten
Sänger und Schauspieler Ernst Busch tingelt.er für VARA mit einem Unterhaltungsprogramm durch die Niederlande: Busch singt Brechts Solidaritätslied auf Niederländisch, Kohn druckt und verkauft es.
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