Stadtpfarrkirche

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Die Stadtpfarrkirche ist ein dreischiffiges Gotteshaus, welches der Mutter Gottes geweiht ist. Der Kirchturm ist 49,05 Meter hoch und beinhaltet sechs neue Glocken, die 2016 feierlich geweiht und eingesetzt wurden. Im Inneren der Kirche fällt in erster Linie der Rokoko-Hochaltar auf. Dieser wurde von 1769 bis 1771 von Schreiner Johann Anton Wiest aus Schrobenhausen gefertigt. Das Altargemälde, welches die Aufnahme Mariens in den Himmel zeigt, stamm von dem Künstler Ignaz Baldauf (1715-1795) aus Inchenhofen, der zu seiner Zeit Hofmaler des Augsburger Fürstbischofs war.

Die Aichacher Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt hat eine lange Entstehungsgeschichte, deren Anfänge mindestens bis in 13. Jahrhundert zurückreichen. Die erste urkundliche Erwähnung der Pfarrei ist auf den 17. Oktober 1153 datiert. Von dem ursprünglichen, romanisch/frühgotischen Bau der Kirche ist heute allerdings nichts mehr zu sehen. Dennoch wurde bei Renovierungsarbeiten eine Skulptur gefunden, die die Existenz einer romanischen Basilika bestätigt.

Des Weiteren ist erwähnenswert, dass sich die Kirche nicht im Zentrum der alten Stadt befindet. Dies liegt daran, dass die Siedlung Aichach mit ihrer Kirche schon lange existierte, aber bei der Entwicklung zur Stadt mehr Platz für Ansiedlungen und auch für einen repräsentativen Markt benötigt wurde. Nach Westen hin war dies nicht möglich aufgrund der sumpfigen Paarniederungen, die erst im 20. Jahrhundert weitgehend trockengelegt wurden. Somit konnte nur Richtung Norden, Süden und Osten ausgebaut werden. Dadurch ist die Kirche, im Verhältnis zum Stadtkern, ein ganzes Stück an den Rand gerückt.

Anfang des 16. Jahrhunderts erhielt die Kirche erstmalig ihre heutige Gestalt, wobei keine Dokumente über den Bau bekannt sind. Im Laufe der weiteren Jahrhunderte gab es mehrere Restaurierungen, die das Gotteshaus verändern sollten. In diesem Zuge wurden die beiden kleinen Kapellen am südlichen Seitenschiff 1706 und 1777 angebracht. Weiterhin wurde die Kirche in dieser Zeit zunehmend barockisiert. Zwischen 1861 und 1863 wurde das Gotteshaus unter Stadtpfarrer Konrad Danhauser im neugotischen Stil restauriert. Von 1906 bis 1908 fand eine Umgestaltung zum Jugendstil statt. Dieser sollte aber nur bis 1955 währen: Stadtpfarrer Johann Baptist Reiter befreite die Kirche in der Zeit von 1955 bis 1956 wieder vom Jugendstil.

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