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Augsburg ist Welterbestätte

UNESCO Auszeichnung für Augsburgs Wasser

Dem Wasser verdankt die Stadt Augsburg einen wesentlichen Teil Ihrer Entwicklung und seit Juli 2019 auch die Aufnahme in die UNESCO-Welterbestätten.

Warum zählt Augsburg zum Welterbe?

Das Augsburger Wassermanagement-System zeugt von großem Erfindergeist, Ingenieurswesen und großartigen Kunstwerken. Ihr lückenloses Ensemble mit über 800jähriger Geschichte macht es einzigartig. Jahrhundertelang wurde die Wasserkraft des Lechs innovativ genutzt, um Mühlräder und Pumpwerke anzutreiben. Augsburgs Handwerk machte die Stadt damit reich – auch deshalb, weil dank eines ausgeklügelten Kanalsystems gute hygienische Verhältnisse herrschten und bestes Trinkwasser zur Verfügung stand.

Ausdruck findet dieses einzigartige Wassersystem in wunderschönen Brunnen, Wassertürmen und dem von kleinen Kanälen durchzogenen Gassengewirr in der Augsburger Innenstadt. Mit 530 großen und kleinen Brücken zählt Augsburg mehr Brücken als z. B. Venedig.

Wo lässt sich das Welterbe in Augsburg für Touristen und Einheimische entdecken?

Insgesamt 22 Objekte aus den Bereichen Technik, Industriearchäologie, Architektur und bildender Kunst zählen zur neuen Welterbestätte. Darunter so bedeutende Attraktionen wie das Wasserwerk am Hochablass, die Wassertürme am Roten Tor, der Augustusbrunnen oder Herkulesbrunnen.

Die Regio Augsburg Tourismus hat unter www.augsburg-tourismus.de/de/unesco-welterbe alle relevanten Informationen für interessierte Besucher zusammengestellt:

Darüber hinaus gibt es über die Stadt verteilt zahlreiche Möglichkeiten, das Welterbe zu erleben und sich näher damit zu befassen:

  • Maximilianmuseum - Wer die Brunnenfiguren der Augsburger Prachtbrunnen ganz aus der Nähe sehen möchte, sollte unbedingt einen Blick in den Innenhof des Maximilianmuseums werfen. Im Innenhof – dem sogenannten Viermetzhof – stehen die Originale der restaurierten Brunnenbronzen.

Das Museum wartet jedoch noch mit einer weiteren Besonderheit auf: In der Modellkammer des Museums – die weltweit einmalig ist – sind hydrotechnische Funktionsmodelle sowie Treppenmodelle aus dem 17. bis zum 19. Jahrhundert zu bestaunen. Die mechanischen und hydraulischen Modelle waren vormals voll funktionsfähig. Sie zeigen „en miniature“ Beispiele der hohen Augsburger Wasserkunst, die weit über Deutschland hinaus gefragt waren. Infos unter: www.kunstsammlungen-museen.augsburg.de

  • tim - Textil- und Industriemuseum - Die Wasserwirtschaft war Basis der Textilindustrie, die sich in Augsburg und der Region darüber hinaus entwickelte. Hier entstanden großartige, mitunter schlossartige, Fabrikbauten. Das Staatliche Textil- und Industriemuseum ist in solch einem „Fabrikschloss“ zu finden. Es thematisiert die Rolle der Lechkanäle als Energielieferant bei der frühen Industrialisierung der Stadt und die Geschichte der Textilindustrie in Bayern. Infos unter: www.timbayern.de
  • Augsburger Wassertage - Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Augsburger Wassertage“ (jeden ersten Sonntag im Monat, Mai bis Oktober) öffnen diese – teils kostenlos – ihre Pforten. Informieren Sie sich hierzu in der Broschüre „Augsburger Wassertage“
  • Kostenlose Audioguide - Lauschtour - Unser Tipp: wenn Sie das Thema Wasser in Augsburg auf eigene Faust und dennoch informativ erleben möchten, nutzen Sie die kostenlose Lauschtour "Augsburger Wassertour".

Weitere Hintergrundinformationen zum Welterbe in Augsburg, der Geschichte des Wassermanagement-Systems, den 22 einzelnen Stationen und aktuellen Führungen gibt es auf der Webseite www.wassersystem-augsburg.de der Stadt Augsburg.