Rieser Bauerntorte

Die Rieser Bauerntorte ist eine Spezialität aus dem Nördlinger Ries

Die Rieser Bauerntorte ist ein kreisrunder, flacher, gedeckter Apfelmuskuchen, den man im Ries zu besonderen Anlässen wie Kirchweih, Geburtstagen und Hochzeiten mit einfachen Zutaten herstellt. Früher verzierte man die Torte in jedem Haus mit einem eigenen Muster z.B. mit Einkerbungen, Einschnitten im Deckel oder einem Gitterdeckel. Anhand des Musters kann bis heute unterschieden werden, ob es sich bei der Torte um die evangelische oder katholische Variante handelt. Die katholische Bauerntorte wird klassischerweise mit einem Rautenmuster verziert, die evangelische hingegen mit einem geschlossenen Teigdeckel, welcher individuell eingeschnitten wird. Bis heute ist die evangelische Form weitestgehend verbreitet. Unter anderem auch, weil der Kuchen durch den geschlossenen Deckel vergleichsweise länger frisch hält.

Die Tradition dieses gedeckten Hefekuchens mit Apfelfüllung reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Vermutlich stammen aus dieser Zeit auch die beiden unterschiedlichen Varianten, welche aufgrund der konfessionellen Spaltung des Rieses entstanden sind. Bis heute stellen auch regionale Bäckereien die Bauerntorte her. Die Rieser Bauerntorte hat einen Durchmesser von 40 bis 60 Zentimetern und ist maximal zwei bis drei Zentimeter hoch.

Die Rieser Bauerntorte ist eine eingetragene Spezialität des Spezialitätenlandes Bayern. www.spezialitaetenland-bayern.de