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Auf den Wegen der Jakobspilger

Durch weite Teile Europas führen Wege der Jakobspilger ins spanische Santiago de Compostela. Die Strecken zum Grab des Apostels Jakobus des Älteren erhob der Europarat 1987 zur ersten europäischen Kulturroute. Auf dem „Jakobus-Pilgerweg in Bayerisch-Schwaben“ folgen Wanderer zwischen Ries und Unterallgäu sowie auf einem Teilstück in Altbaiern der Beschilderung mit der Jakobsmuschel, dem Kennzeichen der mittelalterlichen Pilger. Rund 150 Kilometer ist der „Jakobus-Pilgerweg in Bayerisch-Schwaben“ lang. Die Gesamtroute ist aber in überschaubare Tagesetappen eingeteilt: Wer will, kann nur einzelne Etappen absolvieren.

Wie ein Jakobspilger aussah, zeigt in Oettingen eine Bronzefigur neben der Pfarrkirche St. Jakob: Mittelalterliche Wallfahrer waren von Weitem am breiten Pilgerhut und am Pilgerstab zu erkennen. Oettingen, die Residenzstadt im Ries, ist die nördlichste Station des „Jakobus-Pilgerwegs in Bayerisch-Schwaben“. Wer am Rand des Rieskraters in Richtung Süden wandert, genießt nicht nur die Landschaft, sondern auch die von Gotik und Barock geprägten Stadtbilder Wemdings und Donauwörths sowie den Blick auf Schloss Harburg, eine der schönsten Burgen Süddeutschlands. 

Durch das Lechtal leitet die Route nach Augsburg, wo sich einst in der Jakobervorstadt die Pilgerscharen um die Kirche St. Jakob sammelten. Jakob Fugger stiftete die benachbarte Fuggerei. Den heiligen wie den reichen Jakob entdecken Sie in der Annakirche. Der Apostel ist dort auf einer Wandmalerei in der Goldschmiedekapelle zu sehen, der Kaufherr wurde unter der Fuggerkapelle bestattet. Den Heiligen wie den Kaufherrn finden Sie aber auch in der Ulrichsbasilika: Ersteren als kunstvolle Terrakottafigur, den zweiten – als Jakobspilger gekleidet – auf einen Flügel der Fuggerorgel gemalt. 

Südlich von Augsburg leiten zwei Alternativrouten durch den „Naturpark Augsburg – Westliche Wälder“ ins Unterallgäu. Mit dem Kloster Oberschönenfeld und der Wallfahrtskirche Maria Vesperbild liegen weitere Höhepunkte am Weg.

Ziele, Touren und Erlebnismöglichkeiten

1. Oettingen: Pfarrkirche St. Jakob
Die evangelische Pfarrkirche St. Jakob gleich neben dem Neuen Schloss zählt zu den Sehenswürdigkeiten des Residenzstädtchens der Grafen von Oettingen. www.oettingen.de

2. Wemding: Pfarrkirche St. Emmeram
In der sehenswerten Altstadt lohnt der Weg in die Pfarrkirche St. Emmeram, außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauer der Besuch der Wallfahrtskirche „Maria Brünnlein“. www.wemding.info

3. Harburg: Romantische Harburg
Das vom Mittelalter geprägte Städtchen liegt idyllisch an der Wörnitz. Die romantische Harburg hoch darüber lohnt den Aufenthalt. www.burg-harburg.de

4. Donauwörth: Liebfrauenmünster
Das gotische Liebfrauenmünster und die barocke Klosterkirche sind ein „Muss“. www.donauwoerth.de

5. Allmannshofen: Kloster Holzen
Hoch über dem Lechtal lohnt das Kloster Holzen den Besuch – auch wegen der Brotzeit im dortigen Biergarten. Doch vor allem sind dort 2014 acht neue Pilgerunterkünfte entstanden. www.kloster-holzen.de

6. Biberbach: St. Jakobus
Die Kirche St. Jakobus liegt direkt am Pilgerweg. Sie ist täglich geöffnet (bis zum Absperrgitter), Führungen an Sonn- und Feiertagen. www.wallfahrtskirche-biberbach.de

7. Augsburg: St. Jakob
Nach St. Jakob ist dort die Jakobervorstadt benannt. Um die kleine Kirche St. Jakob wird die tausend Jahre alte Jakoberkirchweih gefeiert, davor steht der Jakobspilgerbrunnen. www.jakoberkirchweih.de

8. Augsburg: St.-Anna-Kirche
Die St.-Anna-Kirche mit der Goldschmiedekapelle und die katholische Basilika St. Ulrich und Afra sind tagsüber fast immer geöffnet. www.augsburg-tourismus.de

9. Wittelsbacher Land: Altbaierisches Teilstück
Ein altbaierisches Teilstück des „Jakobus-Pilgerwegs in Bayerisch-Schwaben“ leitet über die Jakobskirchen in Haunswies und Friedberg nach Augsburg. wittelsbacherland.de

10. Ziemetshausen: Wallfahrtskirche Maria Vesperbild
Im Landkreis Günzburg liegt die viel besuchte barocke Wallfahrtskirche Maria Vesperbild am Weg. www.familien-und-kinderregion.de

 

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